Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Prinzip der Infrarotheizung

Folgendes Beispiel soll die Wirkungsweise der Infrarotheizung verdeutlichen. Es ist Winter in den Bergen und ein schöner Tag mit herrlichen Sonnenschein! Bei 20 Grad minus lassen Sie sich von den Sonnenstrahlen erwärmen. Sie fühlen sich rundum wohl und warm, obwohl es draußen bitterkalt ist. Genauso arbeitet eine Infrarotheizung. Es werden, wie bei der Sonne,  Mensch, Wand, Decke und Gegenstände erwärmt und nicht die Raumluft. Eine Infrarotheizung erzeugt im Gegensatz zu normalen Gas- oder Ölheizungen keine heiße Luft. Sie erwärmt direkt die Wände, Möbel sowie den Menschen und das ohne Umweg über die Raumluft. Der gesamte Raum dient Ihnen als Wärmespeicher!

Wirkungsweise Infrarotheizung

Vorteile der Infrarotheizung

Sie werden direkt über wohltuende Wärmestrahlung erwärmt, ohne das die Lufttemperatur im Raum erhöht werden muss. Die Raumluft bleibt frisch, da Sie die Raumtemperatur, ohne Komfortverlust, um 2 – 3 ° C senken können. Es entsteht keine schädliche Luftzirkulation und keine Staubentwicklung wie bei einer klassischen Gas-. Holz-,  Öl-, oder Nachtspeicherheizung. Die geringere Erwärmung der Umgebungsluft hat den positiven Nebeneffekt, dass sich die relative Feuchtigkeit konstant verhält. Die relative Feuchtigkeit ist ein wichtiger Behaglichkeitsfaktor. Daher ist die Infrarotheizung auch  für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen, wie Allergiker / Asthmatiker. etc.  geeignet, denn Sie profitieren besonders von staubarmer Luft und stabiler Luftfeuchtigkeit.
Wer einen Kachelofen kennt, der weiß um die angenehme Wärme die von so einem Kachelofen ausgeht. Die Wärme einer Infrarotheizung wird als genauso wohltuend empfunden.
Heizen mit einer Infrarotheizung bedeutet: Warme Füße – kühler Kopf.

Schema der Infrarotheizung

Trockene Wände bedeutet gesundes Mauerwerk

Eine Infrarotheizung erwärmt die Festkörper im gesamten Raumbereich. Die Oberflächentemperatur der Baukörper ist dabei höher als die Raumlufttemperatur. Dadurch wird die Bildung von Kondenswasser verhindert und dem Schimmelpilz der Nährboden entzogen. Feuchtes Mauerwerk trocknet aus.

Bei konventioneller Heizung wird die Raumluft mit erheblichem Energieaufwand erwärmt und gerät durch dieses Verfahren in Rotation. Die heisse Luft strömt über dem Heizkörper nach oben, bewegt sich an der Decke entlang, fällt bei zunehmender Abkühlung an der gegenüberliegenden Wand herunter und strömt auf dem Fußboden wieder zurück in Richtung Heizkörper. Betrachten Sie die Temperaturverteilung im Raum, ergibt sich Folgendes: Die höchste Temperatur herrscht unmittelbar unter der Decke, die niedrigste am Boden.
Für Ihr Wohlbefinden bedeutet das: Sie haben leider kalte Füße, aber einen heißen Kopf.

Was ist Infrarotstrahlung?

Die von der Sonne und von offenem Feuer ausgestrahlte Energie umfasst Energiewellen unterschiedlicher Wellenlängen. Je kürzer die Wellenlänge desto stärker die Strahlung. Neben dem sichtbaren Sonnenlicht gehören auch die UV-Strahlung sowie die Infrarotstrahlung zum breiten Strahlungsspektrum.
Die Infrarotstrahlung überträgt in erster Linie die Wärmeenergie. Beim Auftreffen auf die Erdoberfläche wird die Energie in Wärme umgewandelt.
So werden während der Tageszeit die Erdoberfläche und die Materie von der Sonne mit Infrarot-Energie bestrahlt und dadurch mit Wärme aufgeladen. Verschwindet die Sonne am Abend, wird die gespeicherte Energie an die kältere Umgebung abgegeben.
Sonne und Feuer sind natürliche Quellen der Infrarotstrahlung, die seit Urzeiten bei Menschen und Tieren ein behagliches und wohltuendes Wärmegefühl erzeugen.

Wärmende Sonnenstrahlen

Richtig heizen!

Die Behaglichkeit im Raum ist abhängig von der Temperatur der Raumluft  und der Temperatur der Wandflächen. Wir wissen, dass die Infrarotheizung  keine „heiße Luft“ produziert, sondern das eine Infrarotheizung  nur die Materie und den Mensch im Raum erwärmt.
Im Behaglichkeitsprofil nach Bedford und Liese wird aufgezeigt, dass der Mensch seine Umgebung als behaglich empfindet, wenn die Wandtemperatur (Umgebung) und die Lufttemperatur zusammen mindestens 36° C (Körpertemperatur des Menschen) ergeben.
Wird die Wandtemperatur durch Strahlungswärme erhöht, kann die Lufttemperatur abgesenkt werden.
Für den Käufer bedeutet das er zunächst die Wände erwärmen muss. Diese speichern dann die Wärme und geben die Wärme  wieder kostenlos an ihre Umgebung ab.
Schalten Sie die Heizung zunächst für die Dauer von mindestens 48 Stunden ein und lassen Sie die Heizung die Wände und Gegenstände im Raum erwärmen und Sie werden es erleben, dass auch Ihre Infrarotheizung einwandfrei funktioniert
Halten Sie die Temperatur der Wände konstant, ein Thermostat hilft Ihnen dabei und vermeidet unnötige Heizkosten. Schauen Sie nicht nur auf das Thermometer, welches nur die Raumluft Temperatur misst! 19° – 21° C Raumluft Temperatur und 19° –  21° C Wandtemperatur ergeben eine wunderbare Behaglichkeitstemperatur.
Lassen Sie die Räume Nachts nicht auskühlen und senken die Raumtemperatur nicht mehr als 2 Grad, da dann die Temperatur der Wände etc. zu stark absinkt. Eine geringe Absenkung um bis zu 2 Grad ist auch wesentlich kostengünstiger, als ständiges Aufheizen, da die Heizzeiten insgesamt kürzer sind und relativ schnell die kostenlose Wärme von den Wänden etc. zurückkommt

Energiebedarf

Der Energiebedarf richtet sich die Größe der zu beheizenden Fläche, der Isolierung des Raumes und bei den meisten Herstellern nach Anzahl der Außenwände.
Bei einem Niedrigenergiehaus benötigen Sie 25 – 35 Watt m².  Bei einem schlecht isoliertem Raum benötigen Sie zwischen 60 – 100 Watt pro m².
Da jedes Haus, jede Wohnung anderes ist, sind wir Ihnen gerne bei der Berechnung der Heizleistung behilflich. Unsere Erfahrung hat gezeigt, das zwei Infrarotheizungen mit 600 Watt besser sind als eine  mit 1200 Watt, da sich die Wärme gleichmäßiger und schneller im Raum verteilt. Im Bad sollten Sie immer mindestens 100 Watt m² nehmen, da man dort, zu bestimmten Zeiten, einen höheren Wärmebedarf hat.